zur Startseite

„Unser Verein ist judenfrei!“

Die Rolle des Sports bei der Arisierung der deutschen Gesellschaft nach dem 10.01.1933

28.08.2018

Beginn: 19:30 Uhr

<p>In der Geschichte der deutschen Turn- und Sportbewegung ist der 30.01.1933 ein markantes Datum. Deutsche Turn- und Sportvereine und ihre Verbände zählten zu der Wegbereitung der Arisierung der deutschen Gesellschaft nach der nationalsozialistischen Macht - übernahme. Nach dem Ausschluss der jüdischen Sportlerinnen und Sportler aus ihren „alten" Vereinen hatten sie nur die Wahl, ihrem geliebten Sport „Adieu" zu sagen oder sich in eigenen jüdischen Sportvereinen zu organisieren. Dieser Prozess der Diskriminierung und Entrechtung jüdischer Bürger wird im Rahmen des Vortrages auch anhand lokaler Beispiele aufgezeigt: In Westerstede lebten im Jahr 1933 acht jüdische Familien mit insgesamt 33 Angehörigen. Zu den Honorationen des damaligen „Landstädtchens" zählte die Familie Polak, die sich im TV Jahn Westerstede engagierten. Insge samt waren acht Westersteder Jüdinnen und Juden Mitglied in einem der beiden Turnvereine der Stadt – ca. 25 % der jüdischen Gemeindemitglieder!</p><br />
<p>Zu Lorenz Peiffer: Nach dem Studium von Leibesübungen und Ge - schichte in Göttingen (Erstes Staatsexamen 1971) promovierte er 1975 an der TU Braunschweig, war von 1976 bis 1986 wissenschaftlicher Assistent an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dort Habilitation 1986, über zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitar - beiter des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte führte sein Weg auf die Professur am Institut für Sportwissenschaft der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Dort wurde er wiederholt zum Geschäftsführenden Direktor gewählt. Er ist der Herausgeber der sporthistorischen Zeitschrift SportZeiten. Seine Forschungs schwer - punkte liegen beim Fußball und Turnen sowie dem Sport in der Zeit des Nationalsozialismus. 2014 erhielt er den Dr.- Bernhard-Zimmer - mann-Preis des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte.</p>

In der Geschichte der deutschen Turn- und Sportbewegung ist der 30.01.1933 ein markantes Datum. Deutsche Turn- und Sportvereine und ihre Verbände zählten zu der Wegbereitung der Arisierung der deutschen Gesellschaft nach der nationalsozialistischen Macht - übernahme. Nach dem Ausschluss der jüdischen Sportlerinnen und Sportler aus ihren „alten" Vereinen hatten sie nur die Wahl, ihrem geliebten Sport „Adieu" zu sagen oder sich in eigenen jüdischen Sportvereinen zu organisieren. Dieser Prozess der Diskriminierung und Entrechtung jüdischer Bürger wird im Rahmen des Vortrages auch anhand lokaler Beispiele aufgezeigt: In Westerstede lebten im Jahr 1933 acht jüdische Familien mit insgesamt 33 Angehörigen. Zu den Honorationen des damaligen „Landstädtchens" zählte die Familie Polak, die sich im TV Jahn Westerstede engagierten. Insge samt waren acht Westersteder Jüdinnen und Juden Mitglied in einem der beiden Turnvereine der Stadt – ca. 25 % der jüdischen Gemeindemitglieder!

Zu Lorenz Peiffer: Nach dem Studium von Leibesübungen und Ge - schichte in Göttingen (Erstes Staatsexamen 1971) promovierte er 1975 an der TU Braunschweig, war von 1976 bis 1986 wissenschaftlicher Assistent an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dort Habilitation 1986, über zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitar - beiter des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte führte sein Weg auf die Professur am Institut für Sportwissenschaft der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Dort wurde er wiederholt zum Geschäftsführenden Direktor gewählt. Er ist der Herausgeber der sporthistorischen Zeitschrift SportZeiten. Seine Forschungs schwer - punkte liegen beim Fußball und Turnen sowie dem Sport in der Zeit des Nationalsozialismus. 2014 erhielt er den Dr.- Bernhard-Zimmer - mann-Preis des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte.

Vorverkauf: 8,00 € / 6,00 €
Abendkasse: 10,00 € / 8,00 €

Veranstaltungsort

FSV-Clubhaus Westerstede
An der Hössen 22
26655 Westerstede